Der DIY-Handel in Deutschland
Freitag ,  5 .  September   2008  
   
 
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DIY in Europe I Aktuelle Ausgabe  
Braucht DIY Rabatte?

Schon seit Jahren wird in unserer Branche international heiß über den Preis diskutiert. Begriffe wie Rabatte, Aktionen und Angebote sind heutzutage in jedem Land zu hören, was hier und da sogar für gerichtliche Auseinandersetzungen sorgt. Man kann es auch anders sehen: Derjenige, der einen anderen vor Gericht verklagt, ist auf sein Vorgehen stolz. Doch kann man auf Preisverfall stolz sein? An erster Stelle werden die Margen immer schmaler. Lieferanten müssen schon sehr scharf kalkulieren, weil der Markt, d.h. die DIY-Branche, das so erfordert. Ist man nicht konkurrenzfähig, bedeutet das, sich zu verabschieden.
Auf Seite des Handels sind Aktionen an der Tagesordnung. Meines Erachtens ist es völlig unlogisch, in der DIY-Branche über den Preis zu verkaufen. Nur der professionelle Anwender kennt sich einigermaßen aus, aber ansonsten kennt fast kein Verbraucher den durchschnittlichen Preis eines DIY-Artikels. Dafür gibt es genügend Gründe: Man kauft nicht wöchentlich einen Hammer oder eine Bohrmaschine. Außerdem hat der Euro den bescheidenen Teil an Preiskenntnissen weggewischt. Erst wenn man sich für ein neues Produkt interessiert, haftet der Preis für kurze Zeit in den Köpfen. Womit Aktionen wohl nur die Idee des Billigkaufs aufrechterhalten und Leute in den Laden locken. Es wäre wesentlich besser, das mit anderen Argumenten zu tun. Das wäre für die Gesundheit der Branche in jenen Ländern förderlich, in denen die Umsätze kränkeln.

Bert Hogeland





     
   
 
 
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