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Homebase testet derzeit Konzepte für Neueröffnung und Renovierung. Das Thema Einrichten spielt dabei eine immer größere Rolle. Die Testmärkte brachten in schwierigem Marktumfeld bisher beachtliche Umsatzsteigerungen
Download: Mehr Möbel (PDF-Datei) Der britische Baumarktbetreiber Homebase will weiter wachsen. Jährlich sollen 10 bis 15 neue Märkte an den Start gehen. 340 Märkte zählte das Unternehmen Anfang Februar 2008, 179 davon mit Zwischengeschoss. Bis 2013 will man rund 400 Märkte betreiben, 240 mit Zwischengeschoss.
Neue Märkte mit kleinerer Fläche
Die Mehrzahl der Neueröffnungen wird auf kleinerer Fläche betrieben werden als bisher mit einer Innenfläche von 1.800 bis 2.300 m² sowie Zwischengeschoss und Gartencenter mit je rund 900 m². Obwohl die Fläche um rund 20 Prozent kleiner ist als bei bestehenden Märkten, wird das komplette Sortiment vorgehalten. Mit diesem neuen Format hat man kleinere Einzugsgebiete im Visier, "die mit anderen Einzelhandelsformaten nicht zu erreichen sind", wie Homebase-Geschätsführer Paul Loft Anfang Februar 2008 anlässlich einer Präsentation vor Vertretern der Deutschen Bank erläuterte. "Durch eine Reduzierung der Fläche im DIY-Bereich ist es uns möglich, das gesamte Sortiment auf kleinerer Fläche zu präsentieren. Die Fläche für Hard-DIY-Warengruppen wie Handwerkzeuge, Sanitär und Holz ist 20 Prozent kleiner, und es werden damit rund 95 Prozent des Umsatzes erreicht." Die Fläche für "softere" DIY-Warengruppen wie Deko-Beschläge, Heizungsverkleidungen etc. blieb unverändert oder wurde vergrößert und ist stärker in den Vordergrund gerückt. Ebenfalls größer geworden ist die Fläche für Produkte, die nicht dem DIY zugeordnet werden, wie Fliesen, Bodenbeläge etc.
Mehr Umsatz nach Renovierung
Nicht nur für Neueröffnungen feilt Homebase an neuen Konzepten. Auch für die Renovierung bestehender Märkte testet Homebase seit 2006 an zehn Standorten neue Lösungen. Auch in diesen Märkten spielt das Thema Einrichtung eine immer größere Rolle. So hat man beispielweise die Flächen für die Präsentation von Küchen, Badezimmern und Möbeln sowie Fliesen und Bodenbelägen vergrößert, während die des DIY-Kernsortimentes zurückgefahren wurde. Diese Veränderungen zahlen sich offenbar aus, denn in diesen Märkten konnten nach Aussage von Paul Loft Umsatzsteigerung von rund 15 Prozent realisiert werden. 70 weitere Märkte, die auf diese Weise renoviert werden sollen, stehen bereits fest. Paul Loft veranschlagt dafür ein Investitionsvolumen von 300.000 bis 700.000 £ (383.000 bis 894.000 €) und rechnet mit Umsatzzuwächsen zwischen 10 und 15 Prozent. Auch die 27 von Focus DIY im Oktober 2007 übernommenen Märkte müssen integriert werden und sollen das neue Konzept erhalten. Durch die Übernahme dieser Märkte kann Homebase seine Gesamtverkaufsfläche und seinen Umsatz auf einen Schlag um sechs Prozent vergrößern.
In schwierigem Umfeld
Auch wenn Homebase erfolgversprechende Neuerungen umsetzen wird, räumt Paul Loft ein, dass es für Baumarktbetreiber auf dem britischen DIY-Markt in absehbarer Zeit nicht einfacher wird. Wie schwierig die Situation bereits ist, zeigen die Homebase-Zahlen für das am 1. März 2008 zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2007/08. Der Umsatz ging um 1,6 Prozent auf 1,569 Mrd. £ (2,004 Mrd. €) zurück. Flächenbereinigt lag der Rückgang bei 4,1 Prozent. Das Betriebsergebnis sank, trotz optimierter Beschaffung und Lieferkette, um 16 Prozent auf 45,1 Mio. £ (57,6 Mio. €). Inzwischen entfallen 28 Prozent des Umsatzes auf Direktimporte, gut die Hälfte davon wird direkt vom Hersteller bezogen. Mit dieser Strategie will man die Bruttohandelsspanne in den kommenden beiden Jahren um 100 Basispunkte jährlich steigern, was aber auch von der Entwicklung der Wechselkurse abhängen wird. Der Absatz von Küchen hat sich Unternehmensangaben zufolge im vergangenen Jahr ausgezeichnet entwickelt, was auf den landesweiten Ausbau des Montageservices zurückgeführt wird. Die Überarbeitung der Warengruppen sorgte bei Haushaltswaren einschließlich Textilien, Küchenshop und Accessoires ebenfalls für gute Zahlen. Das Einrichtungsangebot in den Märkten ergänzt Homebase durch einen 232 Seiten starken Möbelkatalog mit 1.500 Möbelserien und 800 Wohnaccessoires, in den das Know-how des Einrichtungsspezialisten Argos einfließt, mit dem Homebase die Home Retail Group bildet, die im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 6 Mrd. £ (7,7 Mrd. €) umgesetzt hat. Zum Geschäftsjahresende zählte Homebase 331 Märkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1,43 Mio. m². In 181 Märkten waren Zwischen-geschosse mit einer Fläche von 177.000 m² eingerichtet, und auf die Gartencenter entfielen rund 326.000 m².
23. Juni
2008
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